Kapitel 8: Meisterschaften bzw. Aufstiege des TSV Bäumenheim, gespickt mit kleinere Anekdoten …………

 

A-Klasse West III Saison 20013/14: Aufsteiger in die Kreisklasse Nord II ….

 

War das letzte Jahr bzw. Spieljahr 2012/13 zum vergessen, diese Saison hatte dagegen Charisma, warum und wieso ist doch ganz leicht zu erklären: Trainer Axel Bumberger zugleich auch Spartenleiter und sein Stellvertreter Michael Förg konnten nach langer, langer Zeit wieder Mal einen Meistertitel für den TSV Bäumenheim erringen. Den letzten gab es in der Saison 1982/83, also sind hier mittlerweile schon mal 31 Jahre vergangen! Zudem blieb es der Mannschaft vorbehalten den Rekord von 20 Gegentoren aus der Saison 2005/06 einzustellen. Wie schrieb damals Pressewart Wolfgang Baran, ein „Rekord für die Ewigkeit“, wie man sich doch im Leben täuschen kann! Also was heißt das, man sollte in Zukunft solche Prognosen immer mit Vorsicht genießen. ….

Nachdem das letzte Saisondrittel wie auch die Testspiele mehr schlecht als recht absolviert wurden, wurden die Erwartungen meinerseits für die neue Saison nicht zu hoch geschraubt. Gleich zum Auftakt bekamen wir vom Terminplaner mit dem SV Wortelstetten schon mal einen Brocken vorgesetzt. Naja, sagte ich mir, mit einer Punkteteilung wäre ich hier äußerst zufrieden. Diese Partie, die in Prinzip eigentlich fast mit einem Unentschieden schon vorprogrammiert war, fand für den TSV Bäumenheim jedoch ein gutes Ende. Dies war vor allem unserem Kopfballstarken Johannes Schmidt zu verdanken, dessen Stärke in der 58. Minute mit den 1:0 Siegtreffer zum Tragen kam. Natürlich war der Jubel grenzenlos, denn wie gesagt, die Vorbereitungsphase war nicht gerade das „Gelbe vom Ei“! So, der Anfang wäre schon mal gemacht, und jetzt geht’s ins Eingemachte, sagte Trainer Axel Bumberger, und blickte schon etwas weit über den Tellerrand hinaus. Naja, wie er doch Recht gehabt hatte, zeigte der zweite Spieltag, wo man beim TV Gundelfingen einen ungefährdeten 0:2 Sieg nach Hause schaukeln konnte. Das Einzige was in dieser Partie zu monieren gab, war die zum Teil katas-trophale Chancenverwertung, denn ohne Wenn und Aber, dieses Match hätte zweistellig aus-gehen müssen! Im dritten Spiel trafen nun die Bäumenheimer auf einem Unbekannten, die SSV Steinheim. Hier zeigte sich, dass gerade kampfstarke Mannschaften den Schmuttertalern schon etwas strapazieren könnten. Dieses Match hatte so seine Tücken, und am Ende waren alle Froh, vorausgesetzt es waren TSV-Anhänger, dass der TSV seine weiße Weste im Form eines 2:0 Sieges behalten konnte. So, jetzt ist an der Zeit, dass sich die TSV’ler mal an frühere Zeiten erinnern, denn wann hatte der TSV Bäumenheim sein letztes Spiel in der Genderkingen verloren, richtig, es war in der Saison 2000/01, wo man gleich mit 5:1 den Kürzeren zog. Warum ich dies so in Anführungszeichen betone, war eine Aussage von unserem Trainer Axel Bumberger, dass wir zumeist den Genderkingern eine übergebraten haben. Ja, diesmal konnte unser Trainer, dank Marco Probst, der einen Eckball direkt zum siegbringenden 1:0 verwandeln konnte, Recht behalten. ……………

Der fünfte Spieltag wurde dann geprägt von einigen seltsamen Ergebnissen. So zum Beispiel musste sich Tabellenführer Schretzheim mit einem 4:4 Unentschieden gegen den SV Gender-kingen zufriedengeben. Die größte Überraschung wurde jedoch aus Bäumenheim vermeldet, wo der SV Donaualtheim mit 2:1 alle drei Zähler mit nach Hause nehmen konnte. Hier zeigte sich mal, was ein Unparteiischer mit seinen Fehl-Entscheidungen so alles Anrichten kann. Zum Beispiel gab er den Dillinger Anrainern einen Elfmeter, wo beide Seiten etwas verdutzt aus der Wäsche schauten. Naja, den Gästen war’s schnuppe und konnten somit den Ausgleich erzielen, und zu guter Letzt in der Nachspielzeit sogar noch den Siegtreffer kreieren! Natürlich war nach dem Schlusspfiff der so genannte Teufel los, und der TSV-Ordnungsdienst hatte alle Hände voll zu tun, um wieder für Frieden und Ordnung zu sorgen. Das Donaualtheim keine schlechte Mannschaft hat, dass hatten sie eine Woche später im Spiel gegen den Spit-zenreiter BC Schretzheim mit einem 2:1 Sieg so richtig bewiesen. Für uns TSV’ler war’s eine Frohe Kunde, die sich bis nach Unterglauheim herumgesprochen hatte, wo wir nach hartem Kampf einen 3:2 Sieg an unsere Fahne heften konnten. Wieder bekamen wir am darauf folgenden Spieltag mit Medlingen eine Mannschaft vor die Nase gesetzt, wo die meisten TSV-Zuschauer nicht mal wußten, wo diese Ortschaft eigentlich liegt. Gut, die Rand-Würt-temberger sagten bestimmt von ihrer Seite ausgesehen dasselbe. In Prinzip war’s eigentlich Schnuppe, denn beide Teams suchten ihren Kräftevergleich nach wie vor in der schönsten Sportart der Welt, dem Fußball. Hier hatte die Axel Bumberger-Truppe in den ersten 45 Minuten so ihre Probleme, doch in Halbzeit zwei wurde dann mit einem 4:1 Sieg alles klar gemacht. Dieser Dreier bedeutete zugleich für die Schmuttertaler den lang ersehnten Platz an der Sonne! So, am Tag der Einheit ging die Reise nach Lutzingen, wo wir gegen einen vermeintlichen Geheimfavoriten anzutreten hatten. In diesen 90 Minuten zeigten die Bumberger-Schützlinge eine Galavorstellung die seines Gleichen suchte. Auf dem herrlichen Sportgelände erzielten die Schwarz-Weißen, Tore, die zum Teil für einen Lehrfilm geeignet sind bzw. wären. 5:0 hieß es am Ende, was die Konkurrenz nun in Angst und Bange versetzte. Drei Tage später war dann das Highlight des 9. Spieltag angesagt: Tabellenzweiter gegen Ta-bellenerster, also das hieß SC Mörslingen gegen TSV Bäumenheim. Hier zeigten dann die Hausherren schon mal ihre Zähne, und konnten damit auch ganz gefährlich zubeißen. Am Ende mussten dann die TSV’ler nicht nur mit einer bitteren 1:0 Niederlage die Heimreise antreten, sondern auch die Tabellenspitze an ihrem Widersacher abtreten! ……

Am 10. Spieltag hatten wir nun das große Vergnügen gegen einen ehemaligen Bezirksligisten anzutreten – den BC Schretzheim. Die Kleeblättler, wie sie so genannt werden, waren schon in den 50ger bzw. 60ger Jahren unser Spielpartner bzw. Sparringspartner. Apropos Spar-ringspartner, in der Saison 1958/59 mussten die Schretzheimer mit einer herben 11:0 Niederlage die Heimreise antreten! Wie sich halt die Zeiten mittlerweile so geändert haben. So auch an diesem Spieltag, wo wir in einer hochklassigen Partie Schretzheim mit 2:1 eliminieren konnten. Erwähnenswertes sei hier zu sagen, dass Trainer Axel Bumberger mit einem klugen Schachzug den technisch versierten Schretzheimer das Leben so schwer wie möglich machte, und sie damit kräftig die Suppe versalzte! Jedenfalls konnten sich die Bäumenheimer mit diesem hart erkämpften Sieg ein bißchen Luft gegenüber ihrem Widersacher verschaffen. Apropos Luft, brauchten wir auch am nächsten Spieltag, und dies im weitesten Sinne gleich zwei Mal. Zunächst hatten wir nach Landshausen mit zirka 80 Kilometern in dieser Klasse die längste Anreise, zudem stand ihr Sportplatz auf einer Höhe, der fast schon mit „Daitings Höhen“ zu vergleichen war. Zum anderen hatte die Eintracht aus Landshausen noch vor zwei Jahren in der Kreisliga West um die Punkte gekämpft, also was hieß das – ein harter sowie unangenehmer Gegner. Und dies sollte sich auch während den 90 Minuten bestätigen. Die Rand-Württemberger gingen in diesem Match so zur Sache, als wollten sie mit einem Schlage uns von ihrem Sportgelände befördern. Dies bekam vor allem unser Spielmacher Gökhan Bayrakci am meisten zu spüren, als er nach einer Stunde brutal abgeräumt wurde, und somit verletzungsbedingt vom Platz musste. Für Bayrakci bedeutete diese Verletzung nahezu eine Pause von fast einem halben Jahr! Trotz dieser überharten Spielweise ließen sich die Schmuttertaler nicht von ihrem Konzept abbringen, was am Ende dann mit einem hochverdienten 2:1 Sieg belohnt wurde. Nach dem Match sagte dann Ehrenvorstand Volkmar Geier mit den Worten „Wolfgang, wo haste uns da hingeführt, das liegt ja am Arsch der Welt“. Naja, sagte ich nach den siegreichen 90 Minuten mit freudiger Stimme „Volkmar, solche weite Anreisen waren in meiner Spielzeit ganz normal“…………..

Der 12. Spieltag war für die TSV’ler zunächst mit einer Ruhepause bedacht, denn das Spiel gegen den TSV Wittislingen wurde auf Wunsch der Egautaler nach hinten verschoben. Trotz allem war’s für die Schmuttertaler kein schlechter Tag, denn Tabellenführer Mörslingen mußte sich zu Hause gegen Genderkingen mit einem 1:1 Unentschieden bescheiden. So gesehen könnte sich der TSV mit einem Sieg beim heimstarken VfL Zusamaltheim quasi die Herbst-meisterschaft holen, falls das Nachholspiel gegen Wittislingen gewonnen werden sollte. Im Nachhinein hat‘s sich dies ja auch bestätigt, da diese Partie am 23. März 2014 mit 2:0 sieg-reich gestaltet werden konnte. Apropos zurück zum Spiel gegen Zusamaltheim. Bei stürmigen Winden hatten sich die Bäumenheimer nach ihrer gewonnenen Platzwahl zunächst gegen dieses „Unikum“ zu spielen, entschieden, was ja eigentlich aus meiner Sicht richtig war. Gut, dieser Nachteil wurde dann mit einem 0:0 Pausenstand schadlos überstanden. Doch unser Spielführer Christopher Kitzinger musste höchstwahrscheinlich beim Wettergott keinen guten Eindruck hinterlassen haben, denn wie’s der Teufel haben wollte, hatte sich der Wind in der Pause extrem gelegt, so dass der erhoffte Vorteil futsch war. Naja, macht doch nix, sagten wir Zuschauer auf der Gegenseite und hofften natürlich auf ein gutes Ende. Höchstwahrscheinlich hatte der da „Oben“ mit uns ein Einsehen gehabt, denn plötzlich spielte nur noch eine Mannschaft, der TSV Bäumenheim. So gesehen war es nur eine Frage der Zeit wann der Führungstreffer fallen sollte, zudem hatte sich nun ein alter Spruch, mit flach spielen und hoch gewinnen, bewahrheitet. Und so ist es dann auch Geschehen. Bis sich die Zusamtaler umschauten, lagen sie durch die beiden Treffer von Stefan Schröttle und Mario Langer mit 0:3 zurück. Gut, der Heimelf gelang zwar noch der Ehrentreffer, aber deren 1:3 Heimniederlage war damit besiegelt. Somit konnten sich die Schmuttertaler, wenn auch erst einige Monate später über den Herbstmeistertitel freuen.***

Nachdem fast alle Spiele dem schlechten zum Teil miserablen Wetter zum Opfer fielen, mussten ausgerechnet wir zum Rückrundenauftakt beim SV Wortelstetten antreten. Fakt war, unser Gegner hatte im Geheimen mit einem Sieg gerechnet, was jedoch in zweifacher Hinsicht misslungen ist. Nach gespielten 90 Minuten mussten die Zusamtaler zu allererst eine mehr als kräftige 2:4 Niederlage im Kauf nehmen, zum anderen, mussten sie Feststellen, dass ihr Platz so richtig in Mitleidenschaft gezogen wurde. „Naja, dieses haben wir uns selbst zuzuschreiben“ meinte nach dem Spiel deren Abteilungsleiter. Gut, man soll ja nicht gerade hämisch sein, aber irgendwie konnten wir uns ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen! Noch zu erwähnen sei, dass mit dem Unparteiischen Hayrettin Karakus, aus Gundelfingen kommend, der mit Abstand beste Akteur auf dem Feld stand! Gerade mit seiner ruhigen und vertraulichen Art konnte er sogar das mehr als scheußliche Wetter für 90 Minuten vergessen machen! Aber auch unser Marco Probst sollte sein Lob abbekommen, denn zwei Elfmeter in einem Spiel zu verwandeln, ist ja nicht gerade die leichteste Übung……………..

Das letzte Spiel vor der Winterpause sollte eigentlich für die TSV-Zuschauer ein Festival der Tore werden, doch meistens kommt es anders als man denkt: Nach zirka 24 Minuten stellten die „Unsrigen“ nach einer 2:0 Führung ganz einfach das Fußballspielen ein. Trainer Axel Bumberger konnte noch so viel an der Seitenlinie hantieren wie er wollte, die Jung’s hatten ganz einfach ihr Pulver (verschossen) oder das Schießen für die Silvester-Nacht aufgehoben! Abwehrspieler Stefan Schröttle hatte dann doch noch zumindest für seine Fans einen Knaller in der 84. Minute übrig, somit konnte der Tabellenführer nach einem 3:0 Sieg einigermaßen zufrieden das Weihnachtsfest genießen. Nach einer fast dreimonatigen Winterpause hatten dann die TSV’ler zunächst ihr Nachholspiel gegen den früheren A-Klassisten TSV Wittislingen, wie schon erwähnt, Ende März zu absolvieren, was ja bekanntlicherweise mit einem 2:0 Sieg endete. Also, am 16. Spieltag ging dann die eigentliche Rückrunde mit dem Treffen in Donaualtheim so richtig los. Schon in der Spielersitzung machte Trainer Bumberger seine Mannen für dieses wegweisende Spiel so richtig heiß. Mitunter hatten wir ja noch aus der Vorrunde mit der einzigen Heimniederlage etwas gutzumachen! Dieses Spiel beinhaltete eigentlich alles was zu einem Fußballspiel so dazugehört: Kampf, Krampf, Tore und zu guter Letzt auch noch zwei Platzverweise seitens unserer Mannschaft. Nach einer torlosen ersten Hälfte, sowie einer kräftigen Kabinenpredigt von Trainer Bumberger, besannen sich plötzlich die Mannen von der Schmutter eines anderen und konnten somit diese Partie mit 2:0 zu ihrem Gunsten entscheiden. Diesen so wichtigen Dreier hatte jedoch einen Namen, Mario Langer, der in den entscheidenden Phasen zunächst das Führungstor von Gökhan Bayrakci vorbereitete, und zuguterletzt nach einer klaren Torchance zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marco Probst zum 0:2 Endstand. Den Hausherren war nun Anzumerken, dass sie trotz numerischer Überlegenheit Bäumenheims Abwehr um ihren überragen-den Keeper Norbert Raruk in diesem Spiel nicht mehr zu bezwingen war! Natürlich war nun im Bäumenheimer Sportheim Hosianna angesagt, was man in den Fußballerkreisen auch als die dritte Halbzeit bezeichnete. Da dachte ich gleich an frühere Zeiten, wo man die Feste ge-feiert hatte, dass sich die Balken bogen! Am 17. Spieltag trennte sich dann die Spreu vom Weizen, also das hieß, dass sich der Kampf um die beiden Aufstiegsplätze langsam aber sicher zu einem Zweikampf herauskristallisierte. Nachdem Mörslingen beim SV Wortelstetten einen überzeugenden 6:3 Auswärtssieg einfahren konnte, zog Spitzenreiter Bäumen-heim mit einem glatten 3:0 Heimsieg gegen den BC Unterglauheim nach. Was mir in diesem Spiel so aufgefallen ist oder war, dass die Bumberger-Schützlinge nach der Winterpause endlich auch mal Luft nicht nur für ein Spiel, sondern lobenswert gesagt, glatt für zwei Spiele hatten. Also, das hieß, dass eigentlich der konditionelle Zustand bzw. die Fitness zum Besten stand! Das sei nur mal so nebenbei erwähnt, um den Außenstehenden mal klar zu machen, dass Trainer Axel Bumberger hier gute Arbeit leistete! Kaum hatte man unsere Elf in den Himmel hinein gelobt, schon fielen die Blätter ganz verwelkt von den Bäumen. Was sagt uns das, dass der momentane Spitzenreiter auch schwächelte, siehe Steinheim. Hier zeigte es sich, das auch wir verwundbar sind, wenn der Gegner Druck ausübt. Lange sah es danach aus, als sollte der TSV mal wieder mit einer Niederlage konfrontiert werden. Aber Bäumenheim hatte ja zum Glück einen Johannes Schmidt in ihren Reihen, der auch mal seinen Stempel als ehe-maliger Bezirksliga-Fußballer aufdrücken kann. Gleich nach der Pause zeigte er wieder seine Gefährlichkeit mit einem Kopfball an, der auch prompt zum 1:1 Ausgleich führen sollte. Dies war zugleich nach einer nervenaufreibenden Partie auch der Endstand. Danach setzte sich der TSV-Tross nach Unterglauheim ab, um ihren Kontrahenten SC Mörslingen, um ganz ehrlich zu sein, verlieren zu sehen. Und Schau an, als hätten sie’s geahnt, denn die Glauheimer, so werden sie in der Kurzform genannt, siegten sensationell mit 2:1 Toren. Damit dürfte der Weg zur Meisterschaft, wenn nicht noch was Unvorhergesehenes geschieht, frei sein, so die Meinung der TSV-Crew! Naja, schau’mer mal, würde ein Franz Beckenbauer sagen ………

Am Ostermontag hatte dann der aufstrebende SV Genderkingen in Bäumenheim anzutreten, was zur Freude der TSV-Fans mit einem geradezu sensationellem 4:0 Erfolg für die Heimelf endete. In diesem Nachholspiel zeigten die Hausherren deren Richtung an und ließen die Gäste vom Lechtal kaum zur Entfaltung kommen. Zudem erzielte Abwehrspieler Stefan Mordstein einen Treffer, der für einige Monate für Gesprächsstoff sorgen würde! Naja, was will man mehr, sagte nach dem Match Trainer Bumberger, und blickte schon eine Woche voraus, wo dann der FC Medlingen unser Gegner sein sollte. Wieder mussten wir bis an die Württembergische Grenze, und gaben deren Mannschaft vom FC Medlingen im Nachhinein eine richtungsweisende 0:2 Niederlage mit. Also das hieß, Medlingen hatte mit dem Abstieg zu kämpfen, wir dagegen konnten uns schon langsam auf eine Meisterschaftsfeier einstellen. Nachdem aber auch die Verfolger Mörslingen und Genderkingen ihre Spiele gewonnen hatten, blieb alles beim Alten. Gut, wir brauchten eigentlich aus den letzten sechs Spielen quasi noch zwei Dreier um sicher den Aufstieg in die Kreisklasse antreten zu können. Auch am 21. Spieltag konnten alle drei führenden Mannschaften gewinnen, so gesehen sollte für den eigentlichen Top-Favoriten BC Schretzheim der Aufstiegszug somit abgefahren sein. Nachdem schon in der Vorrunde Lutzingen eine 0:5 Packung einstecken musste, waren natürlich unsere Fans euphorisch und träumten im darauffolgenden Spiel von einem Kantersieg. „Hey, sagte ich, jedes Fußballspiel fängt von vorne an, also noch haben wir nicht gewonnen“. Dieser Satz wurde so vom Manchen total ignoriert, doch nach dem mageren 1:0 Sieg, was aber im Endeffekt auch drei Punkte einbringen bzw. einbrachten, sagten sie etwas kleinlaut, „Rahn du hast schon wieder mal recht gehabt“………………….

Wann nicht jetzt wann dann, stimmten sich schon im Vorfeld die TSV-Fans am 22. Spieltag im Spitzenspiel gegen den SC Mörslingen auf einen etwaigen Erfolg ein, was zugleich der Aufstieg bedeuten würde. Doch der Tabellenzweite hatte hier etwas dagegen und holte sich mitunter, wenn auch etwas glücklich, mit einem 1:1 Unentschieden einen Zähler. Für Bäu-menheim hieß nun die Devise „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, und hofften natürlich eine Woche später beim Auswärtsmacht in Schretzheim auf die nötigen Punkte, die den Aufstieg bedeuten würde. Mit einem vollbesetztem Bus, unteranderem auch mit diversen Getränken bestückt, ging’s nun in Richtung Dillingen, mit dem Endziel Schretzheim. Hier wurden wir nun beim Ausladen unserer diversen „Sachen“ von unserem Gegner etwas beäugt, die sich dann anschließend sagten, den Bäumenheimern werden wir heute mal die „Suppe kräftig versalzen“. Am Ende hatten wir dann nach den 90 Minuten auf bayrisch gesagt „die Arschkarte“ in der Hand, eine 2:4 Niederlage tat dann ihr Übriges. So gesehen mußten wir etwas enttäuscht von Dannen ziehen und hofften nun, das eine Woche darauf gegen die Eintracht aus Landshausen, mit dem ersehnten Aufstieg klappt. Und wie es klappte, zeigte das Ender-gebnis von 3:1 Toren. Dabei hatten sich die Rand-Württemberger in der Anfangsphase gar nicht mal so schlecht verkauft. Jedenfalls war’s nach dem Spiel ein drunter und drüber, vor allem fanden die Bierduschen kein Ende. Zunächst hatte ich das „Vergnügen“, um später noch eine Steigerung in Form einer „Schwarzen Maß“ über mich ergehen lassen, die man früher in unserer Zeit leichter getrunken hätte. Naja, wie sich halt die Zeiten ändern ….  

Jedoch, an jenem 24. Spieltag meldete sich plötzlich und unerwartet der SV Genderkingen im Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz zurück, weil Mörslingen nach einer 0:3 Niederlage in Schretzheim nochmals die „Tür und das Tor“ öffnete. Die Konstellation ergab nun Folgendes: Sollte Mörslingen am nächsten Spieltag in Genderkingen verlieren, dann wäre Letzterer, das heißt, Genderkingen, auf dem zweiten Aufstiegsplatz. Bäumenheim dagegen würde eine Woche darauf in Wittislingen schon ein Unentschieden reichen, um den lang ersehnten Meister-titel unter Dach und Fach zu bringen. Und dies gelang in Form eines 3:1 Sieges, wo sich vor allem Gökhan Bayrakci mit seinen zwei Treffern als der der sogenannte Matchwinner feiern lassen durfte. Der dritte Treffer ging auf das Konto von Alexander Prey ……..

Nun, nach einer Woche Feierlichkeiten empfing der TSV Bäumenheim zum Abschluss die Andreas Seiler-Truppe des VfL Zusamaltheim. Nochmals 90 Minuten Power, forderte Trainer Axel Bumberger, und wie gesagt sie gehorchten ihm, wie früher der Ball dem Franz Becken-bauer. Hier zeigte sich vor allem Spielgestalter Johannes Schmidt von seiner besten Seite, und setzte dem Gästekeeper drei Tore ins Netz, das so richtig die Fetzen flogen. Vor allem nach dem Schlusspfiff kam dann Zusamaltheims Trainer Andy Seiler auf mich zu, und sagte mit den Worten „Rahn, meinen herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft, ihr ward mit Abstand das beste Team“. Natürlich tat solch ein Lob von einem arrivierten Fußballer innerlich ganz gut, und leitete diese Lobeshymne gleich weiter an unserem Champion Axel Bumberger ……

Damit ist das Kapitel 8 mit den Meisterschafts sowie Aufstiegs – Erfolgen Punkto TSV Bäu-menheim beendet. Im nächsten Jahr werde ich mich wieder mit einigen kniffligen Themen Melden. In diesem Sinne wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest sowie ein Gesundes sowie Erfolgreiches Neues Jahr 2018!

                                                            Euer (Ihr) Pressewart Rahn

   

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